Vergleichsstudien zur gewaltförmigen Mobilisierung in sozialen Medien und der Realwelt: Akteure und Kontextbedingungen

Vergleichsstudien werden in verschiedenen Teilprojekten zunächst für die beiden Referenzmilieus der extremen Rechten und des salafistischen Dschihadismus getrennt durchgeführt. In mehreren Lokalstudien zur extremen Rechten untersuchen wir u.a., wie sich zivilgesellschaftliche bzw. politische Akteure vor Ort zu den Themen Zuwanderung, Asyl und Integration positionieren und damit, welcher Nährboden für Gewaltmobilisierung vor Ort bereitet wird. Für die Untersuchung des Referenzmilieus des salafistischen Dschihadismus werden Fallstudien an Orten ausgewählt, die als Radikalisierungs- bzw. Präventionshotspots bezeichnet werden können und unabhängig von ihrer geographischen Nähe zu Asylunterkünften oder Übergriffen auf Asylunterkünfte sind.

Die Lokalstudien sind für beide Referenzmilieus mit den Online-Studien gekoppelt, d.h. Akteure werden möglichst sowohl in der realen Welt als auch in ihrer Online-Kommunikation beobachtet. Immer werden auch Gegennarrative und -strategien miterfasst und analysiert.

Abschließend planen wir, die empirischen Ergebnisse zu den beiden Referenzmilieus miteinander zu vergleichen, um Aussagen darüber treffen zu können, ob bzw. wie Mobilisierungsdynamiken zur Gewalt unabhängig vom konkreten Referenzmilieu ablaufen. Diese Ergebnisse bilden die Grundlage für die Entwicklung eines Werkzeugkoffers für zivilgesellschaftliche Akteure und Angebote für die Politische Bildung.

Projektpartner

TU Berlin