• Projektverbund PANDORA

    Projektverbund PANDORA

    Der Projektverbund PANDORA widmet sich dem Problem, dass soziale Medien zunehmend zu einem Ort aggressiver Austragung gesellschaftlicher sowie politischer Konflikte geworden sind. Unter welchen Bedingungen aber führen extrem rechte und salafistisch-dschihadistische Propaganda im Internet zu Gewalt?

Propaganda, Mobilisierung und Radikalisierung zur Gewalt in der virtuellen und realen Welt. Ursachen, Verläufe und Gegenstrategien im Kontext der Debatte um Flucht und Asyl

Soziale Medien sind zunehmend zu einem Ort aggressiver Austragung gesellschaftlicher und politischer Konflikte geworden. Extrem rechte und salafistisch-dschihadistische Akteure greifen diese Stimmung auf und befeuern sie durch Propaganda und Gewaltaufrufe. Diese Debatten stehen damit beispielhaft für eine Gewaltdynamik sowohl in den sozialen Netzwerken als auch in der realen Welt, besonders im Kontext der Debatten um Flucht und Asyl. Der Projektverbund PANDORA untersucht diese gewaltförmigen Diskurse in sozialen Medien und ihre Mobilisierungs- und Radikalisierungseffekte in der realen Welt. Diskurse und Mobilisierungsstrategien im Internet werden systematisch analysiert sowie kartographiert. Hierüber werden Orte in der realen Welt ausgewählt, an denen Gewaltdynamiken zu beobachten sind und auch solche, an denen diese gestoppt werden konnten. An diesen Orten werden Milieustudien durchgeführt, um soziale Kontexte zu identifizieren, die Radikalisierungsprozesse über Internetkommunikation befördern oder auch verhindern. Ziel ist es also, Aufschluss über die Interaktion zwischen virtueller und realer Welt sowie über Radikalisierungsverläufe zu erhalten. Gleichzeitig soll untersucht werden, inwieweit sich Diskurse und Propaganda des rechten und salafistisch-dschihadistischen Spektrums ähneln.